01.12.17

von / Freitag, 01 Dezember 2017 / Veröffentlicht inBlog

Der magische Dezember. Wenn die Kinderaugen bereits noch aus dem Pijama heraus zu leuchten beginnen und während dem Frühstück schon aufgeregt und freudig geplaudert wird, dann ist Adventstörli-Zeit – und der erste Schnee ist gefallen ! Welch’ glücklicher Zufall, hat sich die weisse Pracht grad ausgerechnet den heutigen Tag ausgesucht. Da kann ja eigentlich nichts mehr schief laufen. Jetzt noch schnell die Tickets fürs Märlitram organisieren und der Start in die Adventszeit ist mehr als geglückt. So der Plan.
Tatsache ist jedoch, dass ich eineinhalb Stunden später bei einem weiteren Morgen-Kafi – dieser ist für die Nerven – am Küchentisch sitze, immer noch im Trainingszeug, und diese Zeilen verfasse. Will heissen, der zweite Teil verläuft alles andere als erhofft. Nun, wer schon mal Märlitram-Tickets organisiert hat, kann vermutlich erahnen, wovon ich spreche; ein jährlicher Spiessrutenlauf. Dieses Mal wird meine Geduld sogar noch mehr getestet als sonst. Und das kam so; nach den Regeln werden die Tickets stets eine Woche im Voraus freigegeben. Daher bereits dick in meiner Agenda eingetragen, damit es dann auch sicher klappt, wenn der kleine Neffe eben genau in einer Woche auf Besuch da ist. Es gibt drum auch nicht viele Alternativen für den Märlitram-Ritt, zeitlich gesehen. Punkt halb Neun wähle ich also die Telefonnummer, welche mir als Jelmoli-Card-Inhaberin exklusiv (…) ab dann zur Verfügung steht. Ohne diese Karte muss man nämlich sonst ab Ladenöffnung direkt vor Ort anstehen. Und mit anstehen meine ich anstehen (Erfahrung der früheren Jahre). Nun, vielleicht liegt’s am ersten Schnee, dass nebst mir offenbar restlos alle anderen Karteninhaberinnen-Mütter dieselbe Idee haben mit dem Datum. Oder weil’s ein Freitag ist ? Eventuell hatte ich die Jahre davor auch andere Tage in meiner Auswahl, kann sein. Nun, nach nervigen 18 Minuten in der Warteschlaufe unterbreche ich, in der Hoffnung, ein paar Mal hintereinander durchzuwählen sei erfolgreicher. Tja, falsch gedacht. Ich mache mich derweil bereit für meinen Crosstrainer, wähle nochmals und lasse nun das Handy liegen. Unglaubliche 33 Minuten lang muss ich mir via Lautsprecher abwechselnd Musik und die Stimme „Besten Dank für Ihre Geduld, all unsere Mitarbeiter sind noch immer besetzt…“ anhören. Beim Gedanken, was mein nächster Schritt sein könnte, um mein Handy nicht länger zu blockieren, vernehme ich endlich eine andere Stimme. Sofort steige ich vom Crosstrainer, Jelmoli- und Kredit-Karte natürlich griffbereit. Uff. Das Abholen der Tickets will dann auch äusserst gut geplant sein.
Nun, das hingegen war nun wirklich alles andere als magisch…

OBEN