10.01.20

von / Freitag, 10 Januar 2020 / Veröffentlicht inBlog

Das Januarloch. Allseits gefürchtet – auch bei mir. Obwohl, bei einer unternehmerischer Selbständigkeit gibt es eigentlich immer ein „Januarloch“. Auch im April, oder im Juli, oder im Dezember. Die finanzielle Unsicherheit schwebt tagaus-tagein über meinem Kopf. Damit heisst es umzugehen. Manchmal gelingt mir das besser, manchmal schlechter.
Nun, anfangs Jahr – und im Besonderen, weil mein nicht wintertaugliches mobiles Business komplett stillsteht – werde ich stets nervöser als sonst. Und zurzeit grad noch mehr, da ich im Wandel bin und mir eben grundsätzlich Gedanken über meine berufliche Zukunft mache (siehe Kafi-Blog vom 23.11.19). Also halte ich Ausschau nach etwelchen spontanen Einnahmequellen. Das fängt beim Lottospielen an, geht über diverse Wettbewerbsteilnahmen bis hin zu Bewerbungen bei Geldspiel-Shows. Da gebe ich aber sicherheitshalber die Daten meines Herzesmenschen ein – mit viel grösserem Allgemeinwissen. Spontan kommt mir die grosse Spielshow bei unseren nördlichen Nachbarn in den Sinn. Kurz und knapp, nach Eingabe der Personalien und möglicher Verwendung eines allfälligen Gewinns und somit innert einer Minute gibt’s ein „Herzlichen Dank für Ihre Bewerbung“. Ist ja easy. Also versuche ich auch bei einer Spielshow in der Heimat. Da wäre zwar eine allfällige Gewinnsumme nicht so hoch, dafür die Anreise viel gäbiger. Aber hoppla. Das geht grad gar nicht einfach hurtig hurtig. Nach Eingabe der persönlichen Daten kommen Fragen über Fragen. Ich muss kapitulieren und meinen Mann rufen. Glücklicherweise nimmt er dies locker (er ist sich sicher, dass dies mit einer Bewerbung getan ist und er sowieso nie mehr etwas hören wird). Satte zehn Minuten werkelt er übrigens am Compi herum, bis das „Herzlichen Dank für Ihre Bewerbung“ endlich erreicht ist. Ich frage mich grad, wieso hierzulande ein solch eingehender Fragebogen notwendig ist ? Notabene mit Aussichten auf eine Gewinnsumme, welche mindestens 10 x kleiner ist als bei unseren Nachbarn ?! Die schweizerische Gründlichkeit wird’s sein, vermute ich. Nun, ich bin gespannt, wie und ob das weitergeht.
So ungeplant es mich jeweils im Januar zu irgendwelchen hoffentlich finanziell einträglichen Ideen hintreibt, so unglaublich fest geniesse ich auch meine Freiheit und Flexibilität, welche ich durch meine Selbständigkeit ausleben kann.

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