12.06.14

von / Mittwoch, 11 Juni 2014 / Veröffentlicht inBlog

Bisou – was beim letzten Blog in italienisch begonnen – da aus Italien – startet nun in französich – da aus Frankreich. Wobei es dieses Mal nicht wortwörtlich passt, sondern dann, wenn phonetisch ausgesprochen – zumindest in berndeutsch. Denn, treffender beschreiben kann ich dieses Mal meine jüngsten Erfahrungen mit dem Cappuccino aus unserem westlichen Nachbarsland nicht. Leider.

Beim Pfingstausflug “chez les Bleus” (trotzdem natürlich Hopp Schwiz ab WM-Start heute Abend…!) richtete ich natürlich drüradkafi-bedingt mit Nonchalance mein Augenmerk erneut auf mein Lieblingsgetränk. Auch wenn ich nicht im Land des überzeugendes Kafis mich befand; was ich da vorgesetzt bekam, liess mich erstmals in meinem Leben – soweit ich mich zurückerinnern kann – eine volle Tasse stehen, ohne Ersatz zu fordern (das kommt schon auch mal vor, wenn zum Beispiel zu kalt). Aber da war gar nix zu retten oder besser gesagt zu verbessern; ein gesüsster Pulver-Cappuccino aus dem Automaten ist ein gesüsster Pulver-Cappuccino aus dem Automaten, auch beim zweiten Mal. Fertig, lustig. Ich war baff, auch ab dem Preis hierfür – und das in einer kleinen Bar mitten in einem charmanten Städtchen.

Wenn ich sowas zur Auswahl in Autobahn-Raststätten habe – dann ist das auch total ok und ich bin einfach nur froh, einen Kafi überhaupt zu kriegen. Dort kann ich aber immerhin noch selber „noir“ und „sans sucre“ wählen und erhalte einen für mich geniessbaren Muntermacher (Cappuccino lass’ ich dann auch sein, da Milchpulver im Erwachsenenalter für mich einfach nicht geht). Der Preis dafür stimmt dann auch.

Aprops Raststätte; bei einer der neueren mit integrierter Caféteria hiess es für mich natürlich, nix wie vorbei an den schätzungsweise 10 nebeneinander aufgereihten Automaten – einer stand übrigens grad offen zum Nachfüllen…da vergeht einem schon mal fast die Lust auf Kafi…und wer mich kennt, weiss, dass dies bei mir fast nicht möglich ist ! Meine Erwartungshaltung stieg augenblicklich, als ich hinter dem Thresen die ganzen Kafibohnen im Behälter ob der Maschine erblickte. Und das Geräusch schien schon mal vielversprechend ! Wenn nur dann auch der Rest gepasst hätte…aber den Griff zu einer beiseite gestellten Kanne (kein Kännchen!) mit Dessertteller als Deckel zum Lauwarmhalten der vorgeschäumten luftbläschenreichen Milch – also oben badewannenähnlich schaumig und unten flüssig – konnte natürlich gar nichts Überzeugendes verheissen. Und so war’s dann auch. Aber dank dem frisch gebrühten Kaffee schliesslich doch noch trinkbar.

Nun, künftig werde ich – vor allem in der Ferne – den gewohnten Blick nicht nur in die Tasse, sondern vorab auch zur Kafimaschine werfen, wann und wo immer möglich.

OBEN