25.09.18

von / Dienstag, 25 September 2018 / Veröffentlicht inBlog

Backstage macht neugierig – was stets hinter den Kulissen passiert, ist spannend. Zumindest für mich. Was es alles hintenrum braucht, damit ein Event vornerum glänzt, wird fast immer unterschätzt. Imposant vorallem bei Gross-Anlässen wie zum Beispiel das Energy Air (Backstage-Pässe wären cool gewesen…) Leider war ich bis heute auch anderswo an einem Konzert noch nirgends hinter der Bühne. Dort würde mich nämlich das Gewusel abseits des Scheinwerferlichtes am allermeisten interessieren…
Was ich hingegen kenne, ist backstage zu arbeiten, beim TV. Vierzehn lange Jahre durfte ich „behind the scenes“ wirken. Eine unglaublich spannende und lehrreiche Zeit. Was es auch hier alles braucht, um zum Beispiel lediglich zwei Minuten Sendezeit zu produzieren, ist beeindruckend. Deshalb zeigen sich Studio-Führungen toller Beliebtheit. Und je nachdem läuft einem vielleicht grad ein prominentes Gesicht über den Weg.
Das neue Backstage, welches mich aktuell beschäftigt, findet sich im Social Media Bereich. Auch ich bewege mich darin. Mein Fokus über diese Kanäle liegt aber ganz klar auf meinem rollenden Business und der erhofften PR hierfür. Natürlich finden sich auch bei meinem Posts nicht nur ausschliesslich Kafibohnen, Piaggio-Wägeli und Latte-Art-Cappuccinis ein. Einerseits, weil’s schlicht zu langweilig ist. Und andererseits, weil aus mittlerweile fast fünfjähriger Erfahrung Bilder aus meinem privaten Umfeld gern gesehen werden. Ich meine aber, einen idealen Mix bis anhin gefunden zu haben. Miese Kommentare musste ich bis anhin glücklicherweise nicht verdauen. Aber ich bin ja auch keine Person des öffentlichen Interesses.
Genau solche Kommentare sind mir aber heute bei der Recherche eines TV-Beitrages, welche mich sodann auf verschiedene Facebook-Profile von bekannteren Personen geführt haben, entgegengesprungen. Auch bei diesen Menschen von eben grösserem öffentlichen Interesse finden sich nette Posts der Kategorie wie „Ich bin frisch verliebt/Ich hab’ abgenommen/Ich bekomme ein Baby etc…“ in deren Chronik. Was ich da zufällig zu lesen serviert bekommen habe, ist unter jedem Hund. Nach ein paar Minuten habe ich aufgehört runterzuscrollen.
Es ist schlicht unverständlich Aloha enterprise help desk , wie sich jemand über jemanden äussern kann, wo er doch nur dessen Bildschirm-Fassade kennt – auch wenn manche Menschen einer TV-Kamera zum Teil tiefen Einblick in deren Leben gewähren und so natürlich durch Eigen-Initiative zu Zielobjekten im Social Media werden. Das ist und bleibt aber stets einen Mini-Einblick in deren Tun und Sein – notabene auf die Sendezeit geschickt gekürzt, kreativ zusammengeschnitten und perfekt zugespitzt…
Und trotzdem; wird dann der Futter-Neid des Nicht-Promis und halt nicht so Mutigen dermassen gross, dass man dies hinter widerlichen Sätzen, natürlich bequem, ikognito und risikolos vor dem Compi, kundtun muss ?! Solche Menschen sollten dringenst mal vor der eigenen Haustüre wischen und über das eigene (unglückliche und unspannende) Leben studieren. Oder noch besser; sich von der Social-Media-Welt verabschieden, wenn sie’s nicht verdauen können – und eigene Abenteuer suchen.

Kafi-Blogs wie diese schreibe ich, um auch meine (potentielle) Kundschaft ein bisschen hinter die oftmals turbulenten Kulissen blicken zu lassen. Was ich persönlich gut finde, tun andere ja vielleicht auch ?! Ich weiss zumindest von einer Handvoll Personen aus meinem engeren Umfeld, welche meine monatlich in Worte gefassten unterhaltsamen Stories gerne lesen. Und hoffentlich finden auch ein paar weitere mir Gutgesinnte dieses Eintauchen in meine kleine, neidlose und dem echten Leben entsprechende Backstage-Welt amüsant, spannend und zuweilen eventuell auch hilfreich !

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