31.08.16

von / Mittwoch, 31 August 2016 / Veröffentlicht inBlog

Die Unart des Schweigens. Eins vorweg; ich persönlich gehöre zu der Kategorie Damen der vielen Worte. Nebst genetischer Veranlagung hat das auch andere Gründe. Dazu später.
Nun, es gibt so einige Situationen, da findet das Sprichwort “Reden ist silber, Schweigen ist gold” ganz klar keine geeignete Verwendung.
Ich meine jedoch nicht die gesprochenen, sondern die geschriebenen Worte – und zwar im beruflichen Umfeld. Dutzende von Mails verfasse ich wöchentlich, Antworten kriege ich im Verhältnis spärlich. Auch nehm’ ich mir stets die Mühe, nachzufragen oder nachzuhaken. Eine Reaktion kommt auch danach selten bis nie. Oder wenn doch mal, dann geradezu unanständig spät. Und somit meist zu spät.
Unverständlich wird es vorallem dann, wenn ich eine DrüRadKafi-Anfrage erhalte; wie immer, antworte oder offeriere ich innert kürzester Frist. Und wenn ich nicht gebucht werde, so warte ich vergeblich auf ein “besten Dank, aber leider..” oder was auch immer. Wo bleibt denn da die Höflichkeit ?! So schnell eine Anfrage verfasst ist, ist ja auch eine Absage geschrieben. Und wäre zudem für mich als noch junges Mini-Unternehmen sehr hilfreich, um nicht über eine längere Zeitspanne mit all den Daten jonglieren zu müssen.
Und noch unverständlicher ist’s dann, wenn ich eine Offerte einholen möchte, zwecks Bestellung eines Objektes meiner Begierde. Ich will Geld ausgeben und kann nicht ! Welche Geschäfts-Philosophie sich dort wohl dahinter versteckt…?!? Da erstaunt es überhaupt nicht ab den zahlreichen Konkursen…
Ich halte fest; Zurückhaltung ist in der beruflichen Kommunikation fehl am Platz. Sorgfältig gewählte, wohl überlegte und nette Worte passen immer. Ob geschrieben oder gesprochen. Und in den meisten Situationen übrigens auch im privaten Bereich. Grad bei letzterem – und da spreche ich aus schmerzlicher Erfahrung – könnte es vielleicht auch mal zu spät sein…!

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